Archiv der Kategorie: Gesellschaft

große politische und gesellschaftliche Entwicklungen finden hier Beachtung

Redefreiheit für Anna

iPhone Screenshot des Rechenschaftsberichts als HörbuchDie Sprachausgabe von OS X wurde mit der Einführung von OS X 10.6 Lion soweit verbessert, dass man sie nun auch für Projekte einsetzen kann die über den privaten Eigengebrauch hinausgehen.

Als Referent für Medien in der DPSG Freiburg hatte ich in den vergangenen Jahren das Gefühl dass die Rechenschaftsberichte nicht von allen gelesen wurden und daher auf der Versammlung wenig kritische Fragen zum Bericht gestellt wurden. Nachdem ich bei iPhoneTicker von den neuen Möglichkeiten erfahren hatte und bei meinen Tests mit Anna eine für meinen Geschmack sehr angenehme Stimme gefunden hatte kam mir die Idee aus dem Rechenschaftsbericht ein Hörbuch zu erstellen und so einen weiteren Zugangsweg zum Bericht zu eröffnen.

Die Zweifel, die mir entgegenschlugen lagen in den persönlichen Erfahrungen mit automatisierter Sprachausgabe z.B. von Telefonhotlines begründet. Als ich diese Zweifel mit einer kurzen Hörprobe zerstreut hatte konnte ich ans Werk gehen.

Aufbereitung der Texte:

Ich entfernte die Kopf- und Fußzeilen, Bilder mitsamt Bildunterschriften und die Kapitelnummerierungen in den Überschriften.

Zusätzlich beschränte ich mich be der Konvertierung auf die Geschäftsordnung und den eigentlichen Bericht. Die sehr stark in Tabellenform gehaltene Tagesordnung, den Zeitplan und die Übersicht der Versammlungsmitglieder ließ ich weg.

Produktion des Hörbuchs:

Die ohne Formatierung im RTF Format gespeicherten Kapital habe ich dann über die Systemfunktion „Als gesprochenen Titel zu Itunes hinzufügen“ an Anna übergeben. Die erste Hörprobe zeigte dass auch die moderne Sprachausgabe nicht perfekt ist. Der Sprachfluss von Anna ist ungebremst und musste manuell durch mehrere Zeilenumbrüche nach einem Absatz gebremst werden. Dazu kamen Probleme bei der Aussprache bestimmter Wörter, die zum Großteil aus dem Englischen kommen. Mit Hilfe des Trial and error Prinzips konnte ich mir für dieses Problem eine Synopse erstellen und die Texte über die Suchen und Ersetzen Funktion von Sprachfehlern bereinigen.

Synopse von pfadfinderspezifischen Begriffen für Annna:

Diözese – Dihözese

Leadertraining – Liedertraining

Woodbadge – Wuhdbädsch

Jamboree – Dschamborie

Scoutside – Scautseid

mit dem Audiobook Builder werden Kapitel zum Hörbuch zusammengesetztMit der App Audiobook Builder (4,99€ bei iTunes) kann man die einzelnen Audiodateien dann bequem in ein Hörbuch packen. Das Programm kann die an iTunes übergebenen Dateien der Kapitel wieder aus iTunes heraus importieren. Neben der Vergabe eines Covers für das Hörbuch kann mit Audiobook Builder auch den einzelnen Kapiteln ein individuelles Bild als Hintergrund zugeordnet werden (funktioniert nur in iTunes und auf iPods oder iPhones).

Um auch andere mobile Medienabspielgeräte zu unterstützen habe ich das fertige Hörbuch zum Schluss noch als MP3 Datei dupliziert. Die m4b Datei brachte 95MB, die mp3 Version 149MB auf die digitale Datenwaage.

Rückmeldungen:

Die Reichweite der Audiofizierung des Berichts war nicht sonderlich hoch. Lediglich um die 15% hatte die Möglichkeit genutzt den Bericht zu hören – was bei einigen Nichthöreren daran lag dass sie den Hinweis auf der Titelseite überlesen hatten. Die Resonanz auf das Hörbuch fiel bei den Hörern durchweg positiv aus.

Fazit:

Mit einem zeitlichen Aufwand von etwa vier Stunden konnten 72 Seiten Papier auf knapp über zwei Stunden Hörbuch eingedampft werden. Gerade für Berufspendler ist diese Berichtsform sehr gut geeignet.

In den großen DAX Unternehmen ist die Verbreitung moderner Kommunikationsmitteln sicher auch schon soweit dass man die Jahresberichte auf diesem Weg vertreiben kann. Die BASF ist auch bereits auf dem Weg in diese Richtung und bietet auf der Firmenhomepage die Möglichkeit sich einzelne Seiten des Jahresberichts 2010 vorlesen zu lassen, z.B. den Klimaschutzbericht.

Der Weg zum papierlosen Büro scheint immer noch weit, doch vielleicht sind wir ja auf dem richtigen Weg in das papierlose Berichtswesen.

 

The digital footprints of Steve Jobs

24.02.1955

Steven „Steve“ Jobs wurde am 24.02.1955 in Green Bay im Bundesstaat Wisconsin der USA als Steven Paul geboren und kurz nach der Geburt von der kalifornischen Familie Jobs adoptiert.

Apple Logo01.04.1976

Steve Jobs gründet mit 21 Jahren nachdem er sein Studium abgebrochen hat zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne das Unternehmen Apple. Das Startkapital beträgt gerade einmal 1.750 USD. In der elterlichen Garage entstand schon im selben Jahr der Apple I

1997

Steve Jobs kehrt nach fast zwölf Jahren in denen er sich anderen Firmen wie Pixar und NEXT zugewandt hat zu Apple zurück.

2000

Mit der zehnten Auflage ihres Betriebssystems, das den Namen Mac OS X erhält schafft es Apple nach einigen Anläufen ein konkurrenzfähiges Betriebssystem auf den Markt zu bringen das sich zunehmend zur Alternative zu Microsoft Windows etabliert.

2001

Mit dem iPod steigt Apple in das Musikgeschäft ein. Das erste Modell verfügt über eine 5G große Festplatte die über ein bewegliches Scrollrad zur Navigation und Lautstärkeregelung verfügte. Das größte bislang erschienene Modell, der iPod Classic hat eine Kapazität von 160GB. 2007 ergänzte Apple die vielfältige Produktreihe um den iPod touch dessen Bedienung über ein berührungsempfindliches Display erfolgt.

iTunes Store ergänzt iTunes2003

Der iTunes Store hat den Vertrieb digitaler Musik sowie von Filmen revolutioniert und erstmals einen ernstzunehmenden Vertriebsweg für immaterielle Güter über das Internet geschaffen. Über die Kombination aus iTunes und Store wurden in nur 8 Jahren über 10.000.000.000 Songs heruntergeladen.

iPhone4s2007

Mit dem iPhone revolutionierte Apple die Nutzung von Mobiltelefonen weltweit und Übernahm die Führung im neuen Sektor der Smartphones die dem Nutzer neben der Telefonie weitere Funktionen bieten. Ausgestattet war das erste iPhone mit 4 bzw 8 GB Speicher. Das aktuelle Modell ist mit bis zu 64 GB erhältlich.

2010

Das Jahr des iPad. Mit der Vorstellung des iPad versetzt Apple nach einer Entwicklungsphase die bis in das Jahr 2000 zurück reicht und von mehreren Rückschlägen begleitet war der Kategorie der Netbooks den Todesstoß und begründet die Kategorie der ultradünnen Tablet Devices. Das mit WLAN bzw WLAN + UMTS ausgestattete Gerät schafft neue Möglichkeiten des Medienkonsums.

schematische Darstellung der iCloud Funktionsweise2011

Mit der Einführung des iCloud Dienstes folgt Apple dem Trend der Auslagerung der Daten auf Rechenzentren im Internet. Der Dienst bietet den Nutzern die Möglichkeit ihre Daten auf verschiedenen Apple Geräten abzugleichen und ihre Musik online empfangen zu können ohne diese lokal vorhalten zu müssen.

05.10.2011

Steve Jobs stirbt in Palo Alto, Kalifornien.

Bilder © Apple

50.000 und mehr

Poster gegen Vorratsdatenspeicherung– darunter auch ich – sind dem Aufruf von Kai-Uwe Steffens vom AK Vorratsdatenspeicherung gefolgt und haben von ihrem Bürgerrecht Gebrauch gemacht und innerhalb von nur 3 Wochen die Petition gegen die anlasslose Vorratsdatenspeichrung mitgezeichnet. Die Petenten fordern den  Bundestag dazu auf, keine verdachtslose Speicherung von Telefon- oder Internetverbindungsdaten zulassen und die Bundesregierung aufzufordern, sich für eine Aufhebung der entsprechenden EU-Richtlinie sowie für ein europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung einzusetzen. Durch das Erreichen der Anzahl von 50.000 Unterzeichnern in der 3-Wochen Frist muss sich der Petitionsausschuss des Bundestags nun in Öffentlicher Sitzung mit dem Thema befassen.

Engagement für die Freiheit

Als Pfadfinder und Mitglied der DPSG habe ich gelernt mich einzusetzen und die Zukunft unserer Gesellschaft mit zu gestalten. Daher stehe ich mit meiner Stimme ein für das Streben nach Freiheit und gegen eine allgegenwärtige und verdachtsunabhängige Sammlung der persönlichen Daten durch den Staat.

Die DPSG praktiziert und fördert politisches Handeln, um die Rechte von
Kindern und Jugendlichen weltweit zu wahren, für Frieden in Nah und Fern
einzutreten, für Gerechtigkeit zu sorgen und die Natur zu schützen.

Aus der Ordnung der DPSG

Bis zum 06.10. kann die Petition noch mitgezeichnet werden.

Jede Stimme zählt um den klaren Willen des Volkes für die Freiheit erkennen zu lassen.

Kampagne zur Petition gegen Vorratsdatenspeicherung

Markus Beckedahl vom Verein Digitale Gesellschaft e.V. kommentiert im Blogeintrag den bisherigen Erfolg der ePetition und verweist auf den Erfolg der ersten Petition die sich gegen das Zugangserschwerungsgesetz richtete. In der kommenden Sizuungswoche berät der Bundestag die Abschaffung des Gesetzes, das der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen den Spitznamen „Zensursula“ einbrachte und verschiedene kreative Protestvormen von T-Shirts bis zu Musikvideos hervorbrachte.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=O4vbdusj7Pk[/youtube]

9/11 als die Bilder blinken lernten

Rendering der Blinkenlights Installation (c) Marsu

Bei 9/11 assoziiert man seit 2001 weltweit die unglaublichen Terrorangriffe auf die USA. Dass dieser Tag auch die Geburtsstunde eines der weltweit größten und kreativsten Kunstprojekte markiert ist den Wenigsten bekannt.

Eine Gruppe Computerhacker des CCC startete an diesem Tag das Projekt Blinkenlights mit einer interaktive Videoanimation an der Fassade des Haus des Lehrers am Alexanderplatz in Berlin. 9/11 als die Bilder blinken lernten weiterlesen

100 Tage für’s Ländle

Logomontage der neuen Landesregierung in BW
Mehr grün oder mehr rot?

Allen Unkenrufen der Kritiker zum Trotz hat die erste grün-rote Landesregierung die Hürde von 100 Regierungstagen geknackt und man kann eine erste Bilanz des Einstandes von Winfried Kretschmann als Landesvater ziehen.

Stuttgart 21

Das Thema das sich die Regierung auf die Fahnen geschrieben hat ist „Stuttgart21“ – die einen lieben es, die anderen wollen es endlich begraben. Kein guter Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Koalition könnte man meinen. Doch die Grünen sind in der Welt der Regierungsverantwortung angekommen und wissen dass es in einer Koalition wie in einer Ehe ohne Kompromisse nicht voran geht. Den schwarzen Peter schieben die beiden Parteien dem mündigen Bürger zu – dieser soll im Herbst entscheiden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) und sein Stellvertreter, Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid (l.)
Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg

Daimler & Co

Für einen Aufschrei in der Automobilbranche sorgte die Ankündigung Kretschmanns, das Ende der spritschluckenden Großlimousinen müsse endlich besiegelt werden. Aus dem Zusammenhang gerissen wurde diese Aussage von den großen landesansässigen Automobilfirmen als Beleg für die Regierungsunfähigkeit der Grünen angeführt und der Verlust von Arbeitsplätzen heraufbeschworen.

Wer die Erklärung Kretschmanns jedoch im Ganzen betrachtet erkennt jedoch die Vision eines neuen Ländles.

Diese Regierungskoalition steht für eine neue Gründerzeit – als Weg, als Navigationsspur zu den Arbeitsplätzen der kommenden Jahrzehnte

Winfried Kretschmann

Auf der Tradition der baden-württembergischen Ingenieurskunst aufbauend kann das Land mit Innovation zum Vorreiter einer zukunftsorientierten, ressourcenschonenden Automobilbranche werden und so langfristig und nachhaltig neue Arbeitsplätze schaffen.

Logomontage der neuen Landesregierung in BW
Mehr rot gefällig?

Bildung im Aufbruch

Mit der Abschaffung der Studiengebühren zum Sommersemester 2012 hat die grün-rote Landesregierung einen fairen Zugang zur Hochschulbildung für alle Abiturienten eröffnet und erspart vielen Studenten zusätzliche Jobs zur Finanzierung des Studiums.

Auch an den Hauptschulen setzt die neue Regierung an und eröffnet mit der Umwandlung in Werkrealschulen allen Schülern die Möglichkeit ein zehnten Schuljahrs und damit die Option auf den Werkrealschulabschluss.

Prima Klima

Auch beim Thema Atomausstieg kann die neue Regierung Erfolge vorweisen. Durch den Druck Baden-Württembergs kam es zu einem gestaffelten Ausstieg mit einem festen Abschaltdatum für jedes einzelne Atomkraftwerk.

 

Die 21 im Gegenwind

Bis in den Herbst 2010 stand die „21“ für große Zukunftsvisionen, für Bauprojekte die das 21. Jahrhundert prägen werden. Der Inbegriff dieses Hypes ist das Großbauprojekt Stuttgart 21 der deutschen Bahn, durch das Stuttgart zum „neuen Herz Europas“ werden soll. Kein Wunder dass so mancher im Windschatten von „S21“ wie das Stuttgarter Großprojekt auch kurz genannt wird sein eigenes Großprojekt mit der Zauberformel „21“ schmücken wollte. So auch in Mannheim wo zwischen Hauptbahnhof und Rhein ein komplettes Stadtquartierdirektneu entstehen soll. Die Stadt entschied sich für Mannheim21.

Mitgehangen – mitgefangen

Nachdem das strahlenden Bahnprojekt ins Trudeln geriet suchte die Stadt Mannheim nach einem Ausweg aus der „21“-Misere. Darum wurde kurzerhand ein Namenswettbewerb für Mannheim21 ausgelobt. „Es ist Zeit für einen Namen, der dem zukunftsweisenden Projekt gerecht wird“, meinte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Die „21“ hat als Aushängeschild für Zukunftsvisionen ausgedieht, schließlich entstammt sie dem letzten Jahrtausend und die ersten 10 Jahre des 21. Jahrhunderts sind ja auch schon um, da wird es Zeit erneut in die Zukunft zu blicken – vielleicht leben schon bald die ersten Menschen in Mannheim22.

DPSGames und so

Notizfeld für Abstimmungsergebnis auf den Anträgen

Nachdem die Aussprache zu den Anträgen zur bevorstehenden Bundesversammlung auf der Diözesanversammlung der DPSG Freiburg mal wieder naturgemäß viel zu kurz gekommen war nahm ich mir die Anträge in den folgenden Tagen in Stillarbeit einmal vor. Am Ende des ersten Antrags stolperte ich über den kleinen grauen Kasten für die Abstimmungsergebnisse. Dieser erinnerte mich sofort an das ESC-Tippspiel, das ich gerade erst bei unserer ESC-Party veranstaltet hatte und noch während der Lektüre der weiteren Anträge war die Idee zum DPSGBV-Tippspiel geboren und per Twitter in die Welt geschickt worden.

Nachdem innerhalb kürzester Zeit @RaphaBreyer seine Unterstützung zugesagt hatte und andere Twitter Nutzer meine Nachricht weiterleiteten war mir klar, dass diese Idee keine Schnapsidee war.

Für einen kurzen Moment überlegte ich ob man das bringen kann, ein (Tipp-)Spiel zum Entscheidungsverhalten des höchsten beschlussfassenden Gremiums meines Verbandes? Da es mir mit der Idee aber darum ging die Themen die in unserem Verband gerade entschieden werden möglichst vielen Verbandsmitgliedern nahe zu bringen und eine Auseinandersetzung mit den Themen anzuregen war für mich der Einsatz der Gamification Methode ein probates Mittel, das @RaphaBreyer in seinem Blogartikel weiter ausführt. Damit schob ich den Gedanken schnell wieder beiseite und machte mir Gedanken zur technischen Umsetzung dieser Idee.

Gesucht war eine Platform die sich online erreichen lässt, die die Antragstexte verlinken kann, mit der man eine Vielzahl von Abstimmungen durchführen kann und individualisierbare Antwortmöglichkeiten zulässt. Nachdem ich mich zunächst auf der Extensionseite des CMS Joomla nach einer Tippspiellösung gesucht hatte und leider nur fertige Fußballlösungen fand besann ich mich auf ein kürzlich für den BDKJ Freiburg umgesetztes Projekt und schaute auf der Seite von LimesSurvey vorbei.

Dieses System ist eigentlich Marktforschung und Befragungen und nicht für ein simples Tippspiel gedacht, doch in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit brach ich die Suche ab und begann auf meinem lokalen Testserver mit der Installation. Nach ein paar Minuten in der Online-Dokumentation war klar, dass das System alle nötigen Anforderungen erfüllt. Einen kurzen Überblick über LimeSurvey gibt es bei Tools4You und die möglichen Fragestellungen zeigt die Dokumentationsseite von LimeSurvey.

Nach nicht einmal 24 Stunden Planungs- und Vorbereitungszeit war das DPSGBVTippspiel online und die ersten Tipps trudelten ein.

Die Auswertung des Tippsiels gibt es hier: Auswertung des DPSGBV-Tippspiel

Holy tweet!

Ein kleiner Tap für einen Menschen, ein großer Schritt für die Kirche.

Mit einem Tweet hat Papst Benedikt XVI heute die katholische Kirche in das Web 2.0 katapultuiert. Er gab das Startsignal für die Eröffnung des katholischen Nachrichtenportals news.va.

Hinter dem Projekt steht Erzbischof Claudio Maria Celli der den Titel „Präsident des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel“ trägt. Ganz im Gegensatz zur offiziellen Seite des heiligen Stuhls präsentiert sich die Seite modern, übersichtlich und auch farbenfroh. Holy tweet! weiterlesen

Auch der nette Herr Kaiser!

Mister Bunga-Bunga

Dass Sex für ihn die schönste Selbstverständlichkeit der Welt ist zeigte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi der Welt schon häufiger durch seine ignorante Haltung gegenüber den Justizbehörden des eigenen Landes. Er steht derzeit wegen wegen Amtsmissbrauch und bezahltem Sex mit der minderjährigen Bauchtänzerin Karima El Mahroug (Ruby)  in Mailand vor Gericht. Von Reue ist bei ihm auch nach der Trennung von seiner Frau keine Spur zu erkennen. Er ruft immer noch Verleumdung, sieht eine linkspopulistische Verschwörung und zieht eines Ministerpräsidenten unwürdig über die eigene Justiz her.

Die Pressemeldungen der letzten Tage förderten noch mehr Sexbeichten und Ertappte zu Tage.

Ehe terminiert

Arnold Schwarzenegger, der als Terminator weltweit Kinotriumphe als Terminator feierte und zuletzt als Gouverneur von Kalifornien die Hemdsärmel hochgekrämpelt hatte um den Sonnenstaat zu einem musterhaften, sauberen Sonnenenergiestaat zu verwandeln, steht nach einer Affäre mit seiner ehemaligen Haushälterin vor den Scherben seiner Ehe.

L’affaire DSK

Mit Dominique Strauss-Kahn hat sich am 15.05 ein weiterer mächtiger Mann in eine Frau verirrt und so die Grande Nation geschockt und die internationale Finanzwelt zum Beben gebracht. Die New Yorker Polizei wirft ihm die versuchte Vergewaltigung einer Hotelangestellten vor. Das Timing ist für seinen Gegner Nicolas Sarkozy zu Beginn des Präsidentschaftswahlkampfes eine glückliche Fügung so dass Verschwörungstheoretiker hier dunkle Machenschaften der Wahlkampfgegner wittern.

Obwohl DSK die Vorwürfe vehement bestreitet und seine Unschuld beteuert verbreitet sich auf Youtube der mit aktuellem Text versehene Titel „Dominique“ mit dem die ehemalige Dominikanerin „Soeur Sourire“ im Jahr 1963 sogar Elvis Presley vom Thron der amerikanischen Charts stürzte rasant.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=OXjhmHg3uHo[/youtube]

Und nun auch noch Herr Kaiser?

Was die Tagesschau.de Seite ihren Lesern heute als Frühstückslektüre präsentierte schlug ordentlich auf den Magen. Im Jahr 2007 hatte der Hamburg Mannheimer Konzern seine besten Klinkenputzer und Manager nach Budapest in die Gellért-Therme geladen. Das im Sezessionsstil gebaute Gellért-Bad wurde nach Angaben des Handelsblatts zur Kulisse für eine unbeschreiblichen Orgie. Die beschriebenen Etikettierung der Hostessen legt eine Menschenverachtende Haltung offen, die sich kein Unternehmen das so vom Vertrauen der Kunden lebt leisten.

Das war’s mit dem Saubermann Image der letzten biederen Werbeikone „Herr Kaiser“ der seit den 70er Jahren im Fernsehen vertrauensvoll für gute Vorsorge warb.

Sex sells

Dieser aus der Werbebranche bekannte Spruch wurde von einer neuen Gruppe vereinnahmt, den Versicherungsvertretern.

errare googleum est

Ell/Nicki Bild: JCS Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC-BY-SA-3.0</a>
Ell/Nicki Bild: JCS Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Sie haben es geschafft, die 30jährige Nikki und ihr Partner Ell aus Aserbaidschan haben mit ihrem Song „Running Scared“ das Crowdsourcing der weltumspannenenden Datenkrake Google ausgehebelt. Das Kollektiv hat versagt!

Seit Jahren betätigt sich das Unternehmen Google als Orakel des Eurovision Song Contest. Aus den Suchanfragen der Teilnehmerländer ermittelt die Google Prognose die Popularität der Teilnehmer wobei, wie beim eigentlichen Contest auch, die Suchanfragen aus dem Land des Interpreten nicht berücksichtigt werden und auch das Votum der Fachjury naturgemäß außen vor bleibt.

2009 und 2010 lag Google mit seinen Vorhersagen goldrichtig und sagte die Sieger voraus. Dieses Jahr jedoch lag Google mit dem Input der Internetnutzer kräftig daneben. Mit 214 Punkten sollte die Vorjahressiegerin Lena Meyer-Landrut auch 2011 weit vor den flippigen Zwillingen Jedward aus Irland erneut die Krone des Song Contests nach Hause tragen. Die Gewinner des Abends Ell/Nicki landeten im Google Ranking nur auf dem siebten Platz. Auch bei den weiteren Platzierungen war die Trefferquote dieses Jahr sehr gering.

Und wo war Lena?

Ich möchte hier nicht in das allgemeine Bashing der Boulevardpresse einsteigen. Lena präsentierte sich selbstsicher mit einer tollen Nummer, der von vorneherein das Treppchen verwert war. Die Nummer war nicht selbständig genug um sich von der Vorjahresnummer abzuheben. Taken by a Stranger war wider eine ganz eigenwillige Nummer, aber doch wieder so eigenwillig wie die letzte. Da konnte die deutsche Bildregie der ARD noch so viel versuchen und ihr als einziger Künstlerin ein close-up Shot schenken. Platz 10 ist ein hervorragendes Ergebnis vor dem Hintergrund der letztjährigen Teilnahme. Gratulation Lena!

Ich und das Kollektiv

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Meine Vorhersagen liegen nur eine Wertung hinter der des Kollektivs der Google Nutzer. Auch 2012 werde ich wieder gespannt vor dem Fernseher sitzen wenn es wieder heißt: „Twelve points go to…