Staatliches Strafmonopol verkauft

Durch die von der Koalition beschlossene Einführung eines Leistungsschutzrchts für Verlage wird der staatliche Strafanspruch im Internet monetarisiert und ausgehöhlt.

Seit der Beschluss der Koalition über die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verlage im Internet vor nicht einmal 24 Stunden publik wurde häufen sich in eben diesem Medium die Proteste wie bereits bei den Themen Vorratsdatenspeicherung und ACTA. In allen einschlägigen Blogs zur Netzpolitik wird das Thema diskutiert. Ich möchte an dieser Stelle statt der inzwischen vielzitierten Busfahrerparabel die bereits 2003 erfolgte höchstrichterliche Würdigung des zugrunde liegenden Tatbestands erneut beleuchten.

Das Internet lebt von Links

Dass dieses Leistungsschutzrecht, wenn es denn tatsächlich kommt, die Grundprinzipien des Internets, die Möglichkeit der weltumspannenden Verlinkung von Inhalten, in nie da gewesenem Ausmaße beinträchtigen wird steht außer Frage. Dass die Regierungskoalition diese Nachteile für das Internet im Gegenzug für einen eher zweifelhaften Erfolg für die Verlagsbranche in Kauf nimmt ist mir absolut unverständlich und zeugt davon dass das Internet auch im 21. Jahrhundert noch nicht überall angekommen ist.

Links sind Werbung

Nach allgemeiner Lebensauffassung handelt es sich bei dem Verlinken von Verlagserzeugnissen durch Dritte um Werbung für das Verlagserzeugnis welche, so ist es Sitte, dem Werbenden allgemein vergütet wird. Dies bedeutet, dass die Verlage den Suchmaschinen und Newsseiten Geld für deren Dienste bezahlen müssten. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass solche Seiten auf ihren Seiten wiederum eigene Werbeanzeigen schalten und sich darüber finanzieren könnte man sich über die Aufhebung der Vergütungspflicht der Verlage sicher einigen.

Strafmonopol des Staates

Unser Rechtssystem statuiert außerdem einen ausschließlichen Strafanspruch des Staates. Das heißt der Staat setzt die auch für das Internet geltenden Schutzvorschriften durch. Zuständig dafür sind die Justizbehörden.

In der aktuellen Debatte geht es darum wie mit Suchmaschinenbetreibern und kommerziellen News-Aggregatoren umgegangen werden soll die Inhalte unter Anzeige des Titels sowie eines kurzen Anrisses verlinken. Die höchstrichterliche Würdigung dieses Verhaltens erfolgte bereits im Jahr 2003 durch den Bundesgerichtshof in der „Paperboy“ Entscheidung (BGH I ZR 259/00).

Ein Berechtigter, der ein urheberrechtlich geschütztes Werk ohne technische Schutzmaßnahmen im Internet öffentlich zugänglich macht, ermöglicht dadurch bereits selbst die Nutzungen, die ein Abrufender vornehmen kann. Es wird deshalb grundsätzlich kein urheberrechtlicher Störungszustand geschaffen, wenn der Zugang zu dem Werk durch das Setzen von Hyperlinks (auch in der Form von Deep-Links) erleichtert wird.

BGH Urteil vom 17.07.2003

Soweit diese Newsdienste dem Nutzer lediglich einen kurzen Artikelabriss mitsamt Link zum Verlagserzeugnis präsentieren handelt es sich der Ansicht des BGH zufolge um eine sowohl urheberrechtlich als auch wettbewerbsrechtlich zulässige Verhaltensweise.

Der Fall, dass Diensteanbieter im Netz sich fremde Inhalte, z.B. durch Einbindung in das eigene Angebot per iFrame ohne Hinweis auf die fremde Urheberschaft zu eigen machen wurde gerichtlich ebenfalls bereits 2007 durch das Landgericht München I (21 O 20028/05) entschieden.

Damit sind die Regeln für das streitgegenständliche Handeln bereits seit knapp 5 Jahren abgesteckt. Wer sich Inhalte zu eigen macht wird verklagt und muss im Valle einer Verurteilung den Schaden ersetzen. Liegt lediglich ein verkaufsförderndes Verlinken vor handelt es sich um sozialadäquates Verhalten das keinerlei Anlass für eine Vergütungsforderung lässt.

Monetarisierung des staatlichen Strafmonopols

Der Vorstoß der Regierungskoalition wendet sich gegen die Vorgaben die die deutschen Gerichte für das Miteinander im Internet aufgestellt haben. Die Schaffung des Leistungsschutzrechts für Verlage ist erneut Klientelpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung (siehe auch Hotelsteuer-Privileg). Die generellen Zulässigkeit von Links deren Rechtmäßigkeit der Kontrolle der Gerichte unterliegt wird durch ein generelles Verbot der Verlinkung ersetztvon dem man sich durch Entrichtung eines Obolus an eine weitere „Behörde zur Vereinnahmung und Verteilung von Tantiemen für Textschnipsel im Internet“ freikaufen kann. Hier wird der Rechtsstaat auf dem Basar der Lobbyisten wieder einmal ausverkauft.

Verlage depubliziert!

Liebe Verlage, wenn euch das Internet mit seinen Rahmenbedingungen als Platform für eure Inhalte nicht passt, dann verabschiedet euch doch einfach aus diesem Geschäftsfeld, formatiert eure Server und tötet weiterhin Bäume!

 

 

One API to connect them all

Die Innovationskraft des Internet sorgt in immer kürzeren Zyklen für interaktive Anwendungen über die wir miteinander kommunizieren, diskutieren und miteinander arbeiten können. Durch die neuen Möglichkeiten steigt auch die Komplexität des Systems Internet und die Wahl wird oft zur Qual.

Von HTML zum Web 2.0

Zunächst waren es einfache, von Providern zur Verfügung gestellte Baukästen für Onlöinetagebücher die plötzlich einer Vielzahl technisch unversierter Menschen die Möglichkeit eröffneten sich über das Internet mitzzuteilen. Dann kamen Foren und später Wikis über eigenes Wissen an Andere vermittelt werden konnte. Im weiteren Verlauf entstanden Platformen und Anwendungen um kreative Inhalte zu veröffentlichen. Zuletzt haben Anbieter wie myspace, studiVZ und facebook unseren, oft banalen, Alltag in das Internet portiert.

Doch mit der Vielzahl der nun bestehenden, oftmals um die Gunst der Nutzer konkurrierenden Angebote entstehen auch Probleme. In der öffentlichen Diskussion dreht es sich vor allem um den Umgang der Anbieter mit den persönlichen Daten der Nutzer. Um diese Problematik soll es hier aber nicht gehen.

Die Fragmentierung des Internet

Social Media ReichweiteIn der frühen Phase des Internet war stets klar wo im Internet man die Informationen bekommt – jedes Informationsangebot hatte eine eindeutige Adresse, die URL. Die Web 2.0 Platformen haben zu einer Zersplitterung der Nutzung des Internet geführt. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen nutzen verschiedene Web 2.0 Angebote. Während sich vor allem Jugendliche in sozialen Netzwerken wie facebook tummeln nutzen kreative Menschen und Unternehmen oft Twitter als Platform um Ideen und neue Produkte publik zu machen. Google+ wiederum wird vor allem von einer sehr technikaffinen Minderheit genutzt. Die Überschneidungen des Nutzerkreises von Twitter und Google+ sind sehr groß während facebook sich von diesen eher absetzt.

 

Wer das Web 2.0 privat in einem klar umrissenen Freundeskreis nutzt wird davon nicht viel spüren – die Peergroup definiert die Platform über die kommuniziert wird.

Für Unternehmen, NGOs und auch Jugendverbände hingegen, die keine klar umgrenzte bzw. mehrere Zielgruppen haben entsteht das Erfordernis mehrere Platformen zu bedienen um alle Zielgruppen zu erreichen. Dies bindet personelle Ressourcen denn mit dem Einstellen der Informationen ist es im Web 2.0 noch lange nicht getan. Mit der Vielfalt der genutzten Angebote steigt auch der Aufwand für Interaktion mit den Nutzern.

Die Welt der API

Facebook, Twitter, Instagram, Delicious, alle Dienste verfügen über eine API, richtigerweise ein API (application programming interface). API sind Schnittstellen die in das System einprogrammiert sind um den Austausch mit anderen Systemen zu ermöglichen. So können z.B. Twitter Nachrichten an Facebook übermittelt werden oder die letzten 10 Tweets die man veröffentlicht hat auf der eigenen Homepage angezeigt werden.

Das Problem mit den APIs ist daß sie nur in eine Richtung funktionieren.

 Web 2.0 Fragmentierung der Informationen

ifthisthenthat

Workarounds mit denen sich zumindest einige der oben beschriebenen Probleme beheben lassen bietet der Dienst Ifttt. Ifthisthanthat bietet die Möglichkeit in Abhängigkeit von bestimmten Ereignissen in einem Web 2.0 Dienst ein Ereignis in einem anderen Dienst auszulösen.

automatische Twitter ProfilbildaktualisierungSo kann zum Beispiel die Änderung des Profilfotos im Facebook Account (THIS) zu einer automatischen Aktualisierung des Profilbilds im Twitter Account (THAT) eingesetzt werden. Allerdings funktioniert das Procedere nur in eine Richtung. Eine Aktualisierung des Facebook Profilfotos durch die Aktualisierung bei Twitter ist nicht möglich. Dies führt zwar zu einer Vereinfachung der Pflege wenn man sich an die Vorgaben hält und ausschließlich das Facebook Profilbild ändert, doch von einer Babelfisch API für das Web 2.0 die alle Dienste miteinander interagieren lässt ist auch diese Lösung leider noch Lichtjahre entfernt.

Die Babelfisch API

Die Dienste des Web 2.0 brauchen eine universelle APIUm diesem Auseinanderdriften des Internet zu begegnen braucht es ein universelles API, eine Art Babelfisch für das Web 2.0.

Als die Gründer des Internet in den frühen 90er Jahren des 20. Jahrhunderts feststellten, dass verschiedene Protokolle und Techniken des Internet inkonsistent eingesetzt wurden und zu befürchten war, dass das für das Internet so grundlegende Prinzip der Verknüpfung ins Leere laufen könnte, entschloss man sich diese Technologien weltweit zu standardisieren. Das World Wide Web Consortium (kurz: W3C) wurde daraufhin 1994 gegründet und sorgt seitdem mit der Weiterentwicklung des HTML Standards für die weltweite Verknüpfbarkeit von Internetseiten.

Wir befinden uns derzeit in einer Phase wo das Internet bereits auseinander driftet und die Zersplitterung von Kommunikationsprozessen Realität ist. Von daher wird es höchste Zeit einen neuen Standard zu schaffen, der die Interoperabilität der Platformen und Angebote der heutigen Zeit sicher stellt.

Citoyens – verschenkt Bücher!

Die Aufregung um die Kampfparolen des CDU Politikers Heveling gegen das Digitale und für das gedruckte Buch ist noch nicht ganz verklungen, da eröffnet das so gescholtene Internet 33.333 Welttag des Buches Logo 2012Menschen die Möglichkeit kostenlos Bücher zu verschenken.

Lesefreunde

Die Aktion Lesefreude der Stiftung Lesen, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und deutscher Buchverlage suchen 33.333 Lesefreunde, die gerne Bücher verschenken möchten. Anlass für diese Aktion ist der UNESCO Welttag des Buches am 23. April. Die Idee zu „Lesefreunde“ stammt aus Großbritannien, wo 2011 zum ersten Mal die „World Book Night“ erfolgreich veranstaltet wurde. Im Jahr 2012 gewinnt die „World Book Night“ jetzt weitere internationale Präsenz und wird außer in Deutschland auch in den USA stattfinden.

Es stehen 25 Bücher zur Auswahl aus unterschiedlichen Genres zur Auswahl, darunter:

  • Nick Hornby: About a Boy
  • Thomas Brussig: Am kürzeren Ende der Sonnenallee
  • Stephenie Meyer : Biss zum Morgengrauen
  • Umberto Eco: Der Name der Rose
  • Charlotte Link: Die Sünde der Engel
  • Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
  • Håkan Nesser: Kim Novak badete nie im See von Genezareth
  • Robert Harris: Ghost
  • Hans Fallada: Kleiner Mann – was nun?
  • Wladimir Kaminer: Mein deutsches Dschungelbuch
  • Irène Némirovsky: Suite française
  • Peter Handke: Wunschloses Unglück

Lesebegeisterte Menschen, die ihre Leidenschaft teilen wollen, erhalten die
Möglichkeit, 30 Exemplare eines Buches zu verschenken: an Freunde und
Kollegen, aber auch an Unbekannte, die sie im Alltag treffen.

Wer eines dieser Bücher gerne verschenken möchte kann sich noch bis zum 20. Februar 2012 online registrieren.

Digitale Karikaturisten

Bundesinnenminister Friedrich stellt sich in einem Interview im Handelsblatt vor den, bis vor kurzem noch vollkommen unbekannten, Bundestagsabgeordneten Heveling (CDU) und übt harsche Kritik an der „Netzgemeinde“ für deren Umgang mit Heveling nach dessen ebenfalls im Handelsblatt veröffentlichten Gastkommentar „Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!“ (gelesen durch Tim Pritlove). Friedrich wirft der Netzgemeinde im Umgang mit dem CDU Bundestagsabgeordneten Heveling Wildwest-Methoden vor.

Wenn wir nicht wollen, dass sich nach dem Abzug der digitalen Horden und des Schlachtennebels nur noch die ruinenhaften Stümpfe unserer Gesellschaft in die Sonne recken und wir auf die verbrannte Erde unserer Kultur schauen müssen, dann heißt es, jetzt wachsam zu sein.

Ansgar Heveling

Wer ist diese Netzgemeinde

Die Ausführungen klingen gerade so als ob sich in Deutschland wieder einmal eine Parallelgesellschaft entwickelt – die Netizens (Netzbürger oder auch Netzgemeinde) stünden abseits der (christlich demokratischen) Gesellschaft. Diese provozierende Unterstellung geht völlig an der Realität vorbei. Während die Politik die Netizens als Randerscheinung sieht, die dem baldigen Untergang geweiht ist, hat die Wirtschaft sie in den letzten Jahren längst als kaufkräftige Kundschaft entdeckt um die es zu käpfen gilt.

Kaufkraft der Netzgemeinde 2010

Karikatur 2.0

österreichische Karikatur zur Reichsgründung 1870Die aktiven Internetnutzer reagieren voller Fassungslosigkeit über die rückwärtsgewandtheit dieser Aussaqgen vorwiegend mit kreativen Aktionen, zum Beispiel den #hevelingfacts „Ansgar Heveling besitzt kein Auto, denn eine Kutsche ohne Pferd wird sich nie durchsetzen“ auf Twitter.

Es handelt sich hierbei um nichts Anderes als das was Karikaturisten und Humoristen mit Politikern seit ewigen Zeiten machen – sie zeichnen sie überspitzt nach und halten ihnen den Spiegel vor.

Der Unterschied ist, dass sich mit der Digitalisierung der Gesellschaft auch die Zahl derer vervielfacht haben, die der Ansicht sind den Politikern mal den Spiegel vorhalten zu müssen.

Die Kritik des Innenministers zeigt wie wenig die Politiker das Internet und die Menschen die sich darin bewegen versteht. Dabei versuchen die digital natives die Politiker dort abzuholen wo sie mit ihren Kenntnissen über Technik und das Internet stehen. So hat der Verein digitale Gesellschaft gerade eine Informationsbroschüre über das Internet ins Deutsche übersetzt und möchte sie an alle Bundestagsabgeordnete Verteilen.

Kritik erlaubt

Wenn sich allerdings der Protest gegen die diffamierende Äußerungen über eine ganze Gesellschaftsgruppe in strafrechtlich relevanten Aktionen entlädt muss Herrn Friedrich beigepflichtet werden, dass dieses Verhalten kein Ausdruck eines Demokratieverständnisses ist das auf unserer Verfassung fußt.

Doch genauso muss sich ein Vertreter des Volkes bei seiner Ausdrucksweise an strafrechtliche und sittliche Grenzen des Anstands halten. Eine ganze Generation internetaffiner Mitglieder der Gesellschaft wegen den Taten einiger Hacker und Raubkopierern als marodierende Horden abzustempeln geht eindeutig zu weit. Dies gilt umso mehr als sich gerade diese Netzgemeinde aktiv dafür einsetzt die digitale Kluft zu überwinden, aufzuklären und sich aktiv an der politischen Willensbildung und konstruktiv an der Modernisierung des Urheberrechts beteiligt.

Es lohnt sich, unsere bürgerliche Gesellschaft auch im Netz zu verteidigen!

Ansgar Heveling

In diesem Punkt stimme ich mit Ansgar Heveling überein. Unsere bürgerliche Gesellschaft auch im Netz zu verteidigen, das ist ein ehrenwertes Ziel. Deshalb setze ich mich gegen Vorratsdatenspeicherung ein, damit unsere bürgerliche Gesellschaft nicht hinter die Errungenschaften die uns der Sieg über den Überwachungsstaat 1989 gebracht hat zurückfällt.

Freiheit, Demokratie und Eigentum

Der Citoyen von Ansgar Heveling

Liberté, Egalité, Fraternité
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Der Citoyen der Französischen Revolution

Das Podcaster Quartett

Es gibt unzählige Quartett Spiele über Autos, Züge, Tanker, Tyrannen, Diktatoren und auch Päpste. Allein die Seite Quartettblog listet fast 100 Spiele auf. Ein Quartett Spiel über die weltweite Podcaster Szene gab es noch nicht – bislang!!

Angeregt durch die Idee von Holger Klein und Tim Pritlove in der Folge 43 von Not Safe for Work habe ich mich ans Werk gemacht und das erste – bislang unvollständige – internationale PodcasterInnen Quartett entworfen.

Die Podcaster treten unter anderem in den Kategorien Alter bei der ersten Podcastproduktion und längster Podcast gegeneinander an.

Bei der Ergänzung der unvollständigen Karten benötige ich Eure Hilfe!

 

Quartettkarte Betty N. TheskyQuartettkarte Annik RubensPodcaster Quartettkarte Steve JobsQuartettkarte Timo Hetzel - unvollständigQuartettkarte Daniel Fiene & Herr PählerQuartettkarte Barack Obamaunvollständige Quartettkarte Felif (Fefe) von LeitnerQuartettkarte Leo LaporteQuartettkarte Gary Vaynerchuk

 

Die noch verfügbaren Kategorien und Karten sind:

Widerporst L

Medienmogul P

iBoy: I2 I3 I4

Kollektive: K3 K4

Geeks: G2 G3 G4

FührerInnen: A4

Bonvivant: B2 B3 B4

Podhibitionisten: E2 E4

 

Damit das Quartett weiter wachsen kann gibt es hier die Vorlage als PSD Datei

[UPDATE] jetzt auch als SVG –  ich freue mich über Eure Einsendungen, am einfachsten per Twitter an @wwwchrisde.

[UPDATE] Farbauswahl für Spieler mit Farbenfehlsichtigkeit angepasst

[UPDATE] Umbenennung der Kategorie Linuxer in Geeks

Danke an: @Taunide für die Vogonen Karte – @rudelbildung für Textilvergehen – @olafstrathaus für die Kanzlerin – Daniel Fiene für die Vervollständigung des Profils

 

Was haben USA und Islamisten gemein?

Sie verstehen keinen Spaß!

Bei den Islamisten waren es die Karrikaturen von Kurt Westergaard über den Propheten Mohammed die 2005 für rasende Wut und sogar Morddrungen aus der islamischen Welt sorgten.

Haliaeetus twitterocephalus

Nun sind es die US Behörden die gezeigt haben wie spaßfrei der Sicherheitsapparat der Weltmacht ist. Ein 26jähriger britischer Twitter Nutzer Leigh Van Bryan hatte kurz vor seinem Urlaub eine Freundin gefragt ob Sie Zeit für ein kurzes Treffen habe bevor er seinen Urlaub in die USA antitt. Leider nutzte er jedoch die folgende Formulierung:

Free this week for a quick gossip/prep before I go and destroy America?

Umgangssprachlich bedeutete dies für ihn nichts anderes als dass er wilde Partys im Land der unbegrenzten Möglichkeiten feiern wollte. Doch die Heimatschutzbehörde der USA sah das anders. Bei der Einreise in die USA wurde er daraufhin zusammen mit seiner Freundin verhaftet und wie ein Terrorist behandelt. Ohne Urlaub ging es dann postwendend zurück nach Großbritannien. Der britische Nachrichtensender BBC rät den Landsleuten zur Vorsicht auf Twitter.

Der Unterschied

Im Genegsatz zu Islamisten verfügen die USA aber über einen milliardenschweren Sicherheitsapparat, Echelon, Agenten und Bürokraten, die den ganzen Tag über nichts anderes machen als die Privatgespräche von Bürgern auszuhorchen. Hätte Leigh seiner Bekannten die Frage auf der Straße zugerufen hätten sich wahrscheinlich ein paar Leute umgedreht und ihm viel Spaß beim Feiern gewünscht, da Leigh die recht private Anfrage jedoch über Twitter schickte wurde aus einem partywütigen Mittzwanziger ein Terrorist der in den USA fortan als persona non grata gilt.

Spaßzone Deutschland?

Fasnacht, Karneval, der Schmotzige Dunschtig und Rosenmontag stehen vor der Tür, die Jecken drängend bald wieder in die Straßen – bleibt Deutschland also die letzte Bastion des Frohsinns, sind wir die einzigen, die noch Spaß verstehen? Die letzten Veröffentlichungen rund um die massenhafte Funkzellenauswertung durch die Polizei in Berlin (dazu auch Podcast Logbuch Netzpolitik) zeigen auch hierzulande die Tendenz zur anlasslosen Überwachung der Bürger durch den Staat. Wenn Autos brennen, dann ist Schluß mit lustig! Das reicht aus um über 4.000.000 Datensätze von Mobilfunkteilnehmern zusammenzutragen, auszuwerten und bis auf Weiteres zu behalten. Bis heute hat dieses Vorgehen kein Ergebnis gebracht. Da vergeht mir das Lachen auch Kurz vor Karneval.
Passend dazu ein Video über die Entwicklungen des deutschen Sicherheitsapparats:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ[/youtube]

Deutscher Hilferuf an Guttenberg

Sehr geehrter Herr Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, Sie wurden mir von Frau Neelie Kroes als Experte empfohlen, weshalb ich mich heute mit dieser Bitte an Sie wende.

Gerne würde ich Sie auf Ihre Expertise als unentgeltlichen Berater in der Frage, „wie Internetnutzer, Blogger und Cyberaktivisten in autoritär regierten Ländern auf Dauer unterstützt werden können“ zurückgreifen.

Als Blogbetreiber in einem Land in dem der Präsident die Freiheit der Presse bedroht und in dem die Regierung Vorbereitungen trifft die Online-Daten all ihrer Bürger aufzuzeichnen benötige ich Ihren Rat wie ich sicherstellen kann dass meine Beiträge weiterhin von den Internetnutzern gelesen werden können und auch kommentiert werden können und daraus keine Nachteile für meine Seitenbesucher erwachsen.

 

Hochachtungsvoll

 

wwwchrisde

Warum hat Skype eine Abhörschnittstelle?

IKEA goes Hollywood

IKEA style colored Twitter BirdSeit ein paar Stunden tauchen in meiner Twitter Timeline immer wieder mit #ikeafilme markierte Beiträge auf. Jeder Beitrag besteht aus einer Kreuzung aus einem IKEA Produktnamen und dem Titel eines Kinofilms bzw. weist einen engen Bezug zum Einkaufserlebnis im schwedischen Möbelhaus auf. So wird zum Besipiel auf Twitter aus den leckeren Köttbullar und dem Western Für eine Handvoll Dollar schnell „Für eine Handvoll Köttbullar“.

Ob es sich um eine geschickt angelegte Werbekampagne von IKEA zur aktuellen KNUT Rabattaktion handelt oder ob sich da jemand bei IKEA beim Warten an der Warenausgabe gelangweilt hat ist bisher nicht festzustellen.

Hier noch meine aktuellen Top10 der IKEA Kino Klassiker:

  1. Einer flog über das Birkeland
  2. No country for unpatient men
  3. Alice im Småland
  4. Free Billy
  5. Angst essen Köttbullar auf
  6. Ivar das Schreckliche
  7. James Bonde
  8. Wall-E – Der letzte baut Regale auf
  9. Billy the Kit
  10. Sherlock Holmö – die Leuchte unter den Detektiven

 

Bislang lassen die Twitteraccounts der Poster noch auf ein rein deutschsprachiges Phänomen schließen.

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