Ein kleiner Tap für einen Menschen, ein großer Schritt für die Kirche.

Mit einem Tweet hat Papst Benedikt XVI heute die katholische Kirche in das Web 2.0 katapultuiert. Er gab das Startsignal für die Eröffnung des katholischen Nachrichtenportals news.va.

Hinter dem Projekt steht Erzbischof Claudio Maria Celli der den Titel „Präsident des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel“ trägt. Ganz im Gegensatz zur offiziellen Seite des heiligen Stuhls präsentiert sich die Seite modern, übersichtlich und auch farbenfroh.

Der Rat für Soziale Kommunikationsmittel der bereits 1948 als Kommission gegründet wurde und 1988 durch Papst Johannes Paul II zum päpstlichen Raterhoben wurde hat bei der Gestaltung der Seite nicht mit Features gegeizt. Es ist alles vorhanden was mit dem Web 2.0 in Verbindung gebracht wird.

  • facebook und twitter Buttons
  • eigene Facebook Seite
  • Twitter Account
  • YouTube Kanal
  • Flickr Account (leider keine lizenzfreien Bilder)
  • Eventkalender
  • Liveradiostreem von Radio Vatikan

Dass die katholische Kirche nicht von gestern ist wie ihr immer wieder nachgesagt wird zeigen die vielfältigen Medienprojekte wie L’Osservatore Romano, die Zeitung des Vatikan, deren Erstausgabe bereits vor 150 Jahren am 01.07.1860 erstmals erschien und auch Radio Vatikan, das 1930 auf Sendung ging und weltweit ausgestrahlt wird.

Das Datum für den Start wurde wohl nicht zufällig gewählt, denn heute feiert Papst Benedikt XVI sein 60jähriges Priesterjubiläum. Dieses Geschenk, das Erzbischof Celli dem Pontifex mit dem Nachrichtenportal gemacht hat erhielt seinen Segen durch einen sanften Tap auf einem iPad von Apple.

Diese simple Geste wird sicher vielen Blogs die in der Vergangenheit bereits Steve Jobs mit religiöse Assoziationen überhäuft haben neue Nahrung geben. Der Economist titelte bei der Vorstellung des ersten iPad in Anspielung auf die Bibel „Das Buch Jobs“ oder in diesem Jahr zum iPad2 „Die Auferstehung des iPad (und von Steve Jobs)„.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat das Portal allerdings noch – an die Optimierung für mobile Geräte wie das iPad wurde bislnag nicht gedacht.